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30.09.2026

Stickstoff-Nutzungseffizienz der Weizenschläge 2026 im Vergleich

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein (LKSH) bewertet die Weizenernte 2026 in ihrer offiziellen Erntebilanz insgesamt als ein unterdurchschnittliches Jahr. Die Ernte 2026 war geprägt von schwierigen Aussaatbedingen im Herbst, eine verzögerte Entwicklung der Pflanzen und im weiteren Jahresverlauf durch Trockenheit und Hitze. Im Winterweizen wurden die Standortunterschiede deutlich. Auf besseren Böden konnten gute Erträge erzielt werden. Leichtere Standorte litten stark unter der Trockenheit und der Hitze während der Kornfüllungsphase.

Auf den Praxisschlägen des Nährstoff-Kompass SH wurden im Mittel 193 kg N/ha gedüngt und im Mittel 85 dt/ha mit einem durchschnittlichen Proteingehalt von 11,8% geerntet. Daraus errechnet sich eine mittlere Stickstoff-Nutzungseffizienz (NUE) von 80,3 %. 

Die zu den Einzelschlägen gehörigen Bewirtschaftungsdaten -unter anderem Stickstoffdüngung, Ertrag, Bodentemperatur und Bodenfeuchte- können den Statistiken des Nährstoff-Kompass entnommen werden.

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Die zwölf Praxisflächen zeigen starke Unterschiede, was den erheblichen Einfluss von Standort, N-Nachlieferung, Düngestrategie und Witterung auf die Stickstoff-Nutzungseffizienz verdeutlicht.

Die Schläge Bötz (100 %), Kirchkamp (102 %) und Helgenkamp (110 %) erreichten beziehungsweise übertrafen die 100-Prozent-Marke. Werte über 100 % sind möglich, wenn ein erheblicher Teil des pflanzenverfügbaren Stickstoffs nicht nur aus der aktuellen Düngung stammt, sondern auch aus bodenbürtigen Quellen. Dazu zählen hohe Frühjahrs-Nmin-Werte zu Vegetationsbeginn, die N-Mineralisation aus langjähriger organischer Düngung und der organischen Substanz des Bodens sowie die N-Nachlieferung der Vorfrucht.

• Der Schlag Helgenkamp (östliches Hügelland vor Fehmarn) weist mit 80 Bodenpunkten (BP) ein hohes N-Nachlieferungspotenzial auf.

• Auch Kirchkamp (östliches Hügelland bei Krokau, 60 BP) verfügt über ein gutes Nachlieferungspotenzial und war zudem ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt.

• Der Schlag Bötz auf der Hohen Geest ist mit 40 BP schwieriger zu bewirtschaften, durch regelmäßige organische Düngung und einer zeitigen, verlustarmen Ausbringtechnik konnte hier dennoch eine gute Ernte bei hoher N-Effizienz erzielt werden.

 Fünf weitere Flächen zeigen eine effiziente N-Ausnutzung. Diese gut geführten Bestände litten jedoch teilweise unter fehlenden Niederschlägen. Auf der Schoolstiegskoppel wurde auf Grund der Trockenheit auf die 3. Gabe verzichtet. Dadurch konnte trotz eines Ertrages unter den Erwartungen eine gute N-Effizienz erreicht werden.

 Vier Flächen schnitten mit einer N-Effizienz von unter 70 % schwach ab. Auf den sandigen Geeststandorten der A-Koppel und Degenstücken waren die Bestände schwach entwickelt und litten massiv unter der Trockenheit.

Bei Flächen mit einer schlechten N-Effizienz ist es wichtig die Ursachen auf Einzelschlagebene im Detail zu analysieren. Dabei sollte geprüft werden ob Faktoren wie eine verzögerte Bestandesentwicklung, Wasserstress, Bodenverdichtungen sowie Mängel in der Kalk- und Schwefelversorgung oder Krankheiten ausschlaggebend waren.

 



27.04.2026

Raps- und Weizenbestände im Frühjahr 2026

Die Rapsblüte in Schleswig-Holstein hat Anfang Mai 2026 eingesetzt und befindet sich in vielen Regionen bereits in der Vollblüte. Mit dem Erreichen dieses Entwicklungsstadiums endet unsere Probenahme im Raps für das Frühjahr 2026.

Die letzte Beprobung erfolgte am 27.04.2026 zu Blühbeginn. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Rapsbestände im Durchschnitt 235 kg N/ha aufgenommen. Maßgebliche Richtwerte zur Beurteilung der Stickstoffversorgung in der Trockensubstanz zu Blühbeginn (nach Bergmann et al., 1993) zeigen, dass die Bestände insgesamt leicht unterversorgt waren. Dieses Ergebnis wird durch die gemessene Nitratverfügbarkeit im Oberboden (0–30 cm) gestützt, die im Mittel bei 11 kg Nitrat-N/ha lag.

 Die Weizenbestände präsentierten sich hingegen zum Beprobungszeitpunkt am Ende der Bestockung / Schossbeginn (EC 29 / 30; Stand 27.04.2026) optimal mit Stickstoff versorgt.

13.03.2026

Frühjahr 2026

Es geht weiter:

Wir beginnen dieses Wochenende mit der Beprobung von Raps und Weizen.

Die Frühjahrs-Nmin Beprobung (0-90 cm) vom 23.01.2026 der Nährstoffkompass-SH-Flächen lieferte folgende Durchschnittswerte:

Raps:

Geest: 42 kg N / ha

östl. Hügelland: 33 kg N /ha

Weizen:

Geest: 44 kg N / ha

östl. Hügelland: 57 kg N/ha

Die Ergebnisse der Pflanzenbeprobung vor Winter zeigten, dass die Rapsbestände bis Anfang Dezember durchschnittlich 65 kg N/ha aufgenommen haben.

Die Weizenbestände haben durchschnittlich 7 kg N/ha aufgenommen.

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